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Lehrerin, ein Traumberuf, wenn man hart dafür arbeitet!

Michaela, Deutschland 

Wirtschaftstheorie und –politik, Rechnungswesen und Sozialkunde sind die Fächer an der Berufsschule, die ich seit 27 Jahren unterrichte. 

Lehrerin zu werden, dass war immer mein Traumberuf. Schon als kleines Mädchen habe ich Lehrerin gespielt. Ich finde diesen Beruf sehr interessant. Er bringt viel Abwechslung mit sich, weil kein Tag an der Schule so wie der andere ist. Den Schritt, Lehrerin zu werden, habe ich im Großen und Ganzen noch nicht oft bereut. Natürlich gibt es Momente, in denen man überlegt, warum man sich diesem Streß aussetzt. Aber diese Gefühle gibt es auch in anderen Berufen. Innere Zufriedenheit hängt ganz stark von der jeweiligen Klasse ab, die man unterrichtet. Zieht die Klasse mit, gibt das ein gutes Gefühl. Ist sie dagegen eher desinteressiert, kann der Lehrerberuf ganz schön deprimierend sein. Besonders solche Schüler, die gerne provozieren, kosten viel Nerven und Kraft. Leider muss ich zugeben, dass die Anzahl solcher Schüler hier an der Berufsschule in den letzten Jahren mehr und mehr angestiegen ist. Manchmal gibt es aber auch bei ihnen Lichtblicke, und dass baut mich dann wieder auf. 

Unterrichten ist nur eine Seite des Lehrerberufs!
 

Meine Empfehlung an jeden, der oder die den Lehrerberuf ausüben will ist, sich diese Entscheidung wirklich gut zu überlegen. Pädagogikstudenten müssen sich darüber im Klaren sein, dass das Unterrichten nur eine Seite dieses Berufes ist. Der richtige Umgang mit den Schülern ist sehr wichtig und eine gewisse Vorbildwirkung darf dabei nicht fehlen. Der Lehrerberuf erfordert einen hohen Arbeitsaufwand. Der/die Student/in sollte sich bewußt darüber sein, dass es nur wenig Freizeit in diesem Beruf gibt. Man kann die Arbeitszeit nicht in einer bestimmten Stundenzahl messen, da es auch außerhalb der Schule noch viel zu tun gibt. Als Lehrer muss man unbedingt flexibel bleiben.


Fortbildung ist nötig und hat Vorbildfunktion! 

Ebenso notwendig ist es, dass man immer auf dem neuesten Stand in seinen Fächern bleibt. Das heißt dann also, dass man neben der Schule und den Vorbereitungen auch öfters Praxiserfahrungen sammeln oder Auffrischungsseminare besuchen muss. Der Schüler muss spüren, dass auch der Lehrer bereit ist, neu dazu zu lernen.