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Nach anfänglichen Schwierigkeiten freue ich mich auf den Lehrerberuf!

Monique, 23, 8. Semester, Deutschland

Positive Erfahrungen auf dem Wirtschaftsgymnasium und die Beratung durch meinen Schulleiter brachten mich zum Studiengang Lehramt an Berufsbildenden Schulen, die Wahl meiner Unterrichtsfächer fiel mir nicht schwer. 

Fehlender Praxisbezug führte fast zum Studienabbruch 

Mein Studium wollte ich bereits nach dem ersten Semester abbrechen, da ich in meinem Studienort sehr einsam war und mir die Nähe meines „zu Hauses“ fehlte. Außerdem stand ich vor der Frage, warum ich mir dieses Studium antue, denn mir fehlte in meinem Studium der Bezug zur Praxis in der Schule. Nachdem ich mir überlegte, was ich sonst beruflich machen könnte, entschied ich mich aufgrund des ungünstigen Zeitpunktes (es war Frühjahr und es war nur möglich eine Ausbildung zum Sommer zu beginnen) mein Studium fortzuführen. Innerlich hoffte ich, dass ich mich an meine neue Umgebung gewöhnen werde. 

Erfolgreiches Betriebspraktikum führte zum Weiterstudium
 

Da ich vor Antritt meines Studiums keine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen hatte, musste ich während des Studiums ein Betriebspraktikum absolvieren. An diese Zeit habe ich wirklich nur gute Erfahrungen, da ich hier viel Anerkennung von Seiten der Kollegen erhielt. Mir wurde sogar ein Ausbildungsplatz angeboten. Aber mit diesem Praktikum erkannte ich auch für mich, das meine Zukunft in einem Betrieb nicht das ist, was ich wollte. 

Schulpraktika zeigten mir, dass ich eine gute Lehrerin sein kann
 

In meinen Schulpraktika merkte ich, wie ich immer sicherer vor der Klasse wirkte, meine Unterrichtplanung durchdachter wurde und der Mut zur Lücke bezüglich des Unterrichtsverlaufes stellte für mich eine wichtige Erfahrung dar. Die Aufnahme in das Kollegium verlief problemlos, da ich die meisten Lehrer noch aus meiner Schulzeit kannte. Für die Schüler stellte ich als Praktikantin was Neues dar, da ich einerseits noch sehr jung war und trotzdem mit der Fachkompetenz glänzen konnte. Ich muss aber auch bemerken, dass ich gerade wegen meines Alters den Schülern oft Grenzen setzen musste. Im großen und ganzen habe ich mich immer gefreut, das, was ich mir ausgedacht habe, mit den Schülern umzusetzen. Konnten die Schüler mir mal nicht folgen und auf meine Fragen eingehen, betrachtete ich es als freundlichen Hinweis, besser und durchdachter für den nächsten Unterrichtsversuch zu planen. Ich erinnere mich, dass ein Schüler mir gegenüber immer sehr provokativ entgegen kam. Anfänglich dachte ich, dass er sein Verhalten nur bei mir auslebte. Der Schüler stellte ständig alles in Frage und verweigerte die Mitarbeit im Unterricht. Die Klasse stellte sich auf meine Seite. Den Querulanten konnte ich letzten Endes durch Lob und Motivation bändigen. 

Ich mag es zu unterrichten! 

Ich würde mich immer wieder für den gleichen Beruf entscheiden, da ich mit der Zeit meine negativen Erlebnisse in den Griff bekam und sich diese letztendlich als positive Erfahrungen erwiesen. Ich mag es zu unterrichten! Ich will nicht in die freie Wirtschaft, ich will in der Schule bleiben und sehe in der Lehrertätigkeit meine zukünftige Aufgabe. Ich finde es schön, mein eigener Chef beim Unterrichten sein zu können, abgesehen von den Rahmenrichtlinien natürlich. Ich bin mir darüber bewusst, dass ich beim Einstieg in meinem Beruf eine Verantwortung übernehme, die ich zuvor nie getragen habe. Deshalb erhoffe ich mir von meinem Referendariat, an meine Grenzen gebracht zu werden. 

Unterrichten in Afrika reizt mich!

Ich überlege, zwischen meinem ersten Staatsexamen und dem Beginn meines Referendariats nach Namibia in eine deutsche Schule zu gehen, um dort weitere Erfahrungen in der lehrenden Tätigkeit machen zu können. Mich reizt der afrikanische Kontinent, da dieser eine ganz andere Kultur entgegen der europäischen hat. Die Schüler sind Deutsche, deren Eltern beispielsweise in einer deutschen Firma im Ausland arbeiten.